Diskographie

Mystery
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Königliche Kapelle Kopenhagen - The Royal Danish Orchestra

Live-Aufnahme vom 27. Mai 2017

GENUIN, 18622, 2017

Enthaltene Werke

Bruckner, Anton: Sinfonie Nr. 8 c-Moll

Pressestimmen

5 Sterne für die Interpretation
Den Dirigent huet ëmmer déi ganz Architektur am Bléck, weess, wéi een déi musikalesch Béi muss spanen. Mir hunn et hei mat engem vun der éischter bis zur leschter Nout kohärenten a spannende Bruckner ze dinn.
Guy Engels
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(Der Dirigent hat immer die gesamte Architektur im Blick, weiß wie man den musikalischen Bogen spannt. Wir haben es hier mit einem vom Anfang bis bis zum Schluss kohärenten und aufregenden Bruckner zu tun.)
radio100,7, 12. November 2018
le grand Hartmut Haenchen nous offre une superbe Symphonie n°8 enregistrée en concert avec l’orchestre royal du Danemark. ... ses couleurs mates sont assorties à la vision du chef....On tient un beau concert, d’un grand chef actuel, même si la discographie de cette symphonie est barrée par d’immenses références.
Pierre Jean Tribot
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www.crescendo-magazine.be, 29. Oktober 2018
The 8th symphony, what was the mentioned broadcast about on Oct. 21, overwhelmed me in a way that i had to buy the complete recording. This is Bruckner at its best. Thank you Hartmut Haenchen.
Markus Brylka
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Facebook, 29. Oktober 2018
... Yet the written tempo markings and changes are generally acknowledged, and this is a significantly more fluid reading than many. Haenchen also takes great care with articulation, the accents often emphatic, but never arbitrary. The result is a distinctive take on the symphony, ...
The Royal Danish Orchestra plays with precision and commitment...
Again, though, Haenchen makes a convincing case for the dramatic potential of up-tempo Bruckner, even if the relationships between his often surprising tempos are difficult to pin down....
Gavin Dixon
This review appears in Fanfare magazine, issue 42:3.
www.classical-cd-reviews.com, 12. Oktober 2018
..."einer Interpretation, die vom ersten bis zum letzten Takt stimmig ist.". Wie er in seinem Beiheftest ausführt, entwickelt Haenchen die Tempi aus der kantablen Linie heraus, nicht aus der Dauer der Einzelnote, und fügt zudem fließende Tempomodifikationen ein, wie sie zu Bruckners Zeit üblich waren. Diese flexible Tempogestaltung resultiert in einer Transparenz der Form, die das gigantische Werk sinnfällig aufschlüsselt, ohne dass sich der Eindruck von Oberflächlichkeit oder Willkür einstellt."
Thomas Schulz
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FONOFORUM, 01. Oktober 2018
" A marvelous vision!"
Henri Ford
auf Facebook
Facebook, 19. September 2018
Bravo ! Best rendition ever of this symphony, certainly ... I only liked the direction of Bruckner's Symphony No. 8 in C minor by Wilhelm Furtwängler (audio recording 1949 _ Berlin Philharmonic) .
I just can't believe how I never heard about such a wonderful conductor all these years. Truly magnificent.
Alexandre Terrat
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Facebook, 14. September 2018
..." Wie eenmaal gewend is aan de strakke relatie tussen puls en tempo die de dirigent onafgebroken huldigt, staat een spannende en koortsachtige uitvoering te wachten waaruit om het even welke franje en opgelegd pandoer met strikte hand zijn geweerd. Onverschillig welke ‘longueur' zal men hier vergeefs zoeken. Toch maakt het geheel in de verste verte geen gejaagde en laat staan: opgejaagde indruk. Net als bijvoorbeeld Van Beinum verkeert alles binnen de juiste verhoudingen en dan vallen alle puzzelstukjes volledig op hun plaats. Heeft men zich, om met Anton Webern te spreken ‘eimal eingehört' dan ben je als luisteraar volledig bij de les en dringt zich sterker dan bij enige andere uitvoering van dit werk de indruk op dat Bruckner inderdaad de grootste symfonicus was naast Beethoven, want die was hoe dan ook een van zijn grootste voorbeelden, wat niet alleen blijkt uit het mistige en mysterieuze begin van het openingsdeel van de Derde, maar niet minder ook dat uit de Achtste symfonie. ... De enorme vaart, die vervolgens het scherzo schraagt, sluit hier voorbeeldig op aan....
En dan het gekke: opeens komt het adagio, met in deze lezing een lengte van ruim 21 minuten, helemaal niet zo snel meer op de toehoorder over. Waarom? Welnu, omdat alles proportioneel met elkaar in overeenstemming in het licht van het voorafgaande verkeert, want een symfonie, en al helemaal niet een symfonie van Bruckner, is geen verzameling losse eindjes....
Hoe dan ook een fascinerende Achtste, die niet het laatste woord is. Maar bij de uitvoeringspraktijk van grote meesterwerken, en deze symfonie behoort daar ondubbelzinnig toe, zal dat – Gode zij dank – nooit worden gesproken. ... Ergo: zeker een uitvoering waar de Brucknerliefhebber door dik en dun niet om heen kan!
Maarten Brandt
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www.opusklassiek.nl, 04. September 2018
"...While his default position is to move things along, the music does convey a sense of mystery and inwardness, or of magnificence and grandeur, when Bruckner requires it.
...All in all, this is a most interesting interpretation of one of the greatest symphonies ever written. Haenchen's preference for swift tempi serves the music well enough amid its ebb and flow of tension and release.
Terry Barfoot
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www.musicweb-international.com, 01. September 2018
"Eine spektakuläre, ja eine epochale Einspielung von Bruckners VIII. Symphonie legt der Dirigent Hartmut Haenchen hier vor. Es ist, wenn auch nicht explizit ausgewiesen, offensichtlich eine Live-Aufnahme, und es ist die schnellste, die ich kenne, aber das ist nicht das wesentliche Kriterium. Das Auffallendste ist die Verflüssigung der Tempi, mit der Hartmut Haenchen einen für Bruckner bislang ungewohnten deklamatorischen Sog entfacht. ...
Hartmut Haenchen hat zuletzt beim Bayreuther Parsifal der vergangenen beiden Jahre gezeigt, wie anders eine anscheinend so wohlbekannte Musik klingen kann, wenn man den Firnis von Überlieferung, Routine und Schlamperei vom Notentext abkratzt, eine Partitur wieder wie neu liest und sich dabei in das kulturelle Wissen der Entstehungszeit vertieft. Und dies betreibt Haenchen auch hier, bei Bruckners VIII., mit Neugier und ansteckender Entdeckerfreude, aber ohne jeglichen bilderstürmerischen Eifer.
Haenchen hat für seine Einspielung die letzte Fassung der Symphonie gewählt. Diese Version von 1890 unterscheidet durch viele großflächige Änderungen von der ersten Fassung, ist also nicht nur eine retuschierte Ausgabe zur leichteren Aufführbarkeit. Bruckner wollte seine oft radikaleren Erstfassungen – wie er selber schrieb – „für spätere Zeiten“ gelten lassen, aber Hartmut Haenchen hat philologisch gute Gründe, bei dieser VIII. Symphonie auf die Fassung von 1890 zu setzen. Diese Gründe legt er im booklet und auf seiner Homepage ausführlich dar.
Sensationell ist jedoch etwas anderes: Haenchen ist gewohnt, Partituren auch gegen den Strich zu lesen und damit alle Hörgewohnheiten und Erwartungshaltungen zu unterlaufen. Er sieht Bruckner nicht nur als Symphonikerkoloss, der seine mächtigen Themen blockhaft nebeneinanderstellt. Haenchen verortet Bruckner hörbar neu, siedelt ihn zwischen dem Vorbild Wagner und dem Antipoden Brahms an. Das erreicht er durch feinste Tempomodifikationen und dynamische Finessen, die Bruckners statische Klangmassen auflösen und verflüssigen.
Haenchens Begründung ist so einfach wie plausibel: Wir wissen aus zahlreichen Anmerkungen Bruckners, dass er wesentliche Nuancen seiner Musik nicht in der Partitur vermerkt hat, sondern als briefliche oder mündliche Empfehlung an die ihm vertrauten Dirigenten weitergab. Diese Orchesterleiter im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts dirigierten natürlich auch Johannes Brahms’ Symphonien. Von diesem kennen wir, explizit festgehalten, ebenfalls Spielanweisungen, die in der Partitur nicht vermerkt sind, sich aber aus dem idiomatischen Musikverständnis der Zeit ergeben. Denn auch Brahms‘ Symphonien müssen wir uns nicht sklavisch nach dem Partiturtext aufgeführt denken, sondern mit heftigen Tempowechseln und dynamischen Freiheiten.
In diese Tradition stellt sich Hartmut Haenchen und bietet eine unerhört spannende Lesart von Bruckners VIII. Symphonie. Das ausgezeichnete dänische Orchester ist absolut auf internationalem Niveau und folgt Haenchens Intentionen hingebungsvoll. ... Die Live-Aufnahme ist auch in technischer Hinsicht erstklassig, der opulente Orchesterklang ist exzellent durchhörbar und in ein transparentes Panorama eingebettet.
... Aber Haenchen macht viel mehr daraus: Sein Trio ist eine herzbewegende Angelegenheit, die keinen tumben Typus darstellt, sondern individuellen Herzensregungen seismographisch nachspürt – ein berührendes Seelenpanorama....
Michael Schwalb
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Rezension als podcast
WDR 3, 09. August 2018
"...Nicht der mächtige Klang ist es, der beeindruckt, sondern die Klangschattierungen, die Haenchen umsetzt – nicht monumentaler Bombast, sondern Musik als beinahe räumlich-zeitlich faßbares Gebilde, ein Urgedanke. ...
Hartmut Haenchen hat Anton Bruckners Sinfonie das Monumentale gelassen, ohne daß sie statisch-gewaltig erscheint. Ganz klar: mit dieser Aufnahme bewegen sich Dirigent und Orchester auf Augenhöhe mit den Referenzen..."
Wolfram Quellmalz
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https://neuemusikalischeblaetter.wordpress.com, 20. Juli 2018
5 Sterne
Vorbildlich
Der Kreis ausgewiesener Bruckner-Dirigenten ist überschaubar. Doch spätestens mit der vorliegenden Einspielung der Achten ist zur Liga ... auch Hartmut Haenchen zu zählen. Ihm gelingt es mit dem Royal Danish Orchestra auf vorbildliche Weise, den dramaturgischen Bogen über die mächtigen Themenblöcke und Durchführungsteile hinweg zu spannen, dabei Steigerungswellen immer wieder schlüssig auf- und abzubauen und auch über die Generalpausen hinweg Spannung zu halten - als ob sich die Musik quasi von selbst entwickelte. Fabelhaft.
(FA)
Ganze Rezension, Seite 97
concerti, 01. Juli 2018
MDR Kultur, CD-Empfehlung
"Der Dresdner Hartmut Haenchen ist ein Weltstar unter den Dirigenten – und das Royal Danish Orchestera, auf Deutsch die "Königliche Kapelle Kopenhagen" ist eines der besten Sinfonieorchester der Welt mit großartigem homogenen Streicherklang. Die teils eruptiven, teils sphärischen Klänge von Bruckners Achter - Hartmut Haenchen evoziert sie ganz natürlich, wie ein Druide. Vielleicht hat diese neue CD deshalb auch den englischen Titel "Mystery".
Klaus Fischer
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CD-Empfehlung
mdr, 21. Juni 2018
Eine brillante Paarung - Die Königlichen Kapelle Kopenhagen und Hartmut Haenchen: Wenn sich diese Kombi für eine Bruckner-Sinfonie zusammenfindet, darf Besonderes erwartet werden. Die ausladende und strahlende achte Sinfonie ist bei ihnen in den besten Händen.
Ganze Rezension
mdr-Klassik, 20. Juni 2018
Grandiose Bruckner
A brilliant orchestra and an excellent conductor: when such a pairing is made for a Bruckner symphony, you can expect something special. The Linz master's sweepingly radiant eighth symphony is in the best hands with Hartmut Haenchen and the Royal Danish Orchestra from Copenhagen. With a beautiful sound and a powerful punch, as well as fast tempos that will blow listeners away, this is a masterful interpretation!
Ganze Rezension
www.mdt.co.uk, 03. Mai 2018