22. Februar 2005
Kulturstadt Dresden ohne Kultur?
Entgegen den Behauptungen einiger Befürworter der Waldschlößchen-Brücke werden die Folgekosten der Brücke erhebliche Einschnitte in der Kultur und anderen Bereichen verursachen. Pressekonferenz von Prof.H.Haenchen
Pressemitteilung
22.2.05
Prof. Hartmut Haenchen, Dirigent:
Verkehrszug Waldschlößchenbrücke
schädigt die Dresdner Kultur
Eine Erwiderung auf Dr. Hans-Joachim Brauns,
Sprecher der Bürgerinitiative Pro Waldschlößchenbrücke
Zweifellos ist eine moderne Infrastruktur von Bedeutung, damit unsere Stadt
für Investoren attraktiv ist. Wir haben auf diesem Gebiet viel erreicht.
Dresden ist aus allen Himmelsrichtungen erreichbar: Flughafen, Schiffe,
Eisenbahn und mehrere Autobahnen erlauben einen optimalen Zugang. Das zählt
im weltweiten Wettbewerb der Städte um Investoren. Dresden konnte u.a.
deshalb in der Vergangenheit große…
18. Februar 2005
Engagement für Musikfestspiele: helfen und teilnehmen
Gesellschaft »Freunde der Dresdner Musikfestspiele e.V.« hilft helfen
Wenn die diesjährigen Dresdner Musikfestspiele im Mai über die diversen Bühnen der Stadt und des Umlandes gehen werden, können viele Dresdnerinnen und Dresdner erstmals nicht nur als Publikum dabei sein. Neu ist die Möglichkeit einer aktiven Mitarbeit auch „hinter den Kulissen“. Ermöglicht hat dies die »Gesellschaft Freunde der Dresdner Musikfestspiele e.V.« und ihr Präsident Kammersänger Theo Adam. Interessenten können nun auch ohne finanziellen Beitrag Mitglied der Gesellschaft werden und die Vorteile, die Freunde bei den DMF geniessen auch wahrnehmen (z.B.: Kontakte zu Künstlern, Ermäßigungen zu bestimmten Veranstaltungen, Sonderinfomationen). Dieses Anrecht auf eine Mitgliedschaft erwirbt sich neuerdings auch, wer die Durchführung des Festivals durch aktive Mitarbeit unterstützt. Dies…
12. Februar 2005
Jubel um die Premiere von Richard Wagners "Götterdämmerung" in der Inszenierung von Pierre Audi
Drei der vier Ring-Teile sind mit dieser erfolgreichen Premiere vollendet. Der gesamte "Ring" wird im Herbst dreimal in Amsterdam gezeigt.
Trouw, 12.2.2005:
Speersplitter, die tief ins Herz dringen
(...) Ein musikalischer Marathon also; für den Besucher, aber sicher für Dirigent Hartmut Haenchen, der nach so einem "Götterdämmerung"-Abend drei vom Schweiß durchweichte Fräcke in seiner Garderobe hängen hat. Wunderbar und erstaunlich um Haenchen und das sich selbst übertreffende Nederlands Philharmonisch Orkest während des langen Abends bis zu der perfekt dosierten, gigantischen Klimax am Ende zu folgen. Da, in diesem Moment, kommen Musik und Regie fantastisch zusammen; als ob Dirigent Haenchen und Regisseur Pierre Audi in einem imaginären Walhall in vollendeter Harmonie die Hände reichen. (...) Immer, wenn ich diese Inszenierung sah, bohrte sich dieser Speer wie ein Schmerzpunkt in mein Herz. Und Haenchen drückt den Speer…
22. November 2004
Herzenswärme und Intensität
Hartmut Haenchen dirigierte im Leipziger Gewandhaus Dvoráks "Requiem" mit dem MDR-Sinfonie-Orchester und dem Chor des MDR. Sendung am 3.12. 20:05 MDR-Figaro
Leipziger Volkszeitung, 21. November 2004
Herzenswärme mit Dvorák
(...) zielt sie (die Musik Dvoráks) auf Herz und Bauch. Zwischen spielerischen, volkstümlichen Akzenten durchflutet immer wieder das Kompatibelste der deutschen Romantik das Geflecht, und selbst das Rheingold funkelt hier und da.
Damit nun kennt sich der Amsterdamer Ring-König und brillante Wagner-Analyst Hartmut Haenchen bestens aus, will sich verständlicherweise trotzdem nicht ganz der befreiten Opulenz hingeben und hat dafür sicherheitshalber gleich den Taktstock liegen gelassen.
Doch die Lust am Tonrausch kann er dann doch nicht verbergen und erklärt Dvoráks "Requiem" zum epochalen Klangkoloss, mit allem was dazugehört (...).
Nicht nur der Mann mit dem lustigen Namen und der kompetenten
Dirigiertechnik,…
18. November 2004
Modellaufführung von A. Bruckners 4. Sinfonie
Hartmut Haenchen leitete erfolgreich das Belgische Nationalorchester im Palais der Schönen Künste in Brüssel
Die Presse urteilt:
The Bulletin, 18. November 2004
It is always interesting to hear an orchestra in music it is not really familiar with, especially when led by a conductor who, on the contrary, is perfectly conversant with that repertoire. This is exactly what happened when Dresden-born conductor Hartmut Haenchen came to Brussels to lead the Belgian National Orchestra in Bruckner's Symphony No 4.
Haenchen led the BNO in a performance which was a model of its kind, especially in the way he managed to always hold the music together, never losing sight of the work's structure as well as paying attention to its many felicities. This is no mean feat, as many impatient conductors know how to whip up superficial exitement at climaxes but have no idea what to do with the rest of the…
12. November 2004
Umjubeltes Anrechts-Konzert des Kammerorchesters C.Ph.E. Bach in der Berliner Philharmonie
Baiba Skride als Solistin gefeiert
Berliner Morgenpost 11.11.2004
Baiba Skrides magische Saiten
Auf der Bühne steht eine nervöse, junge Frau. Sie lächelt verlegen, wischt sich die Hände am Abendkleid ab, zuppelt an ihrer Stradivari. Sie setzt nach dem Orchester-Ritornell nicht ein, stimmt statt dessen die Geige. Das Orchester beginnt noch einmal von vorn. Dann endlich berührt der Bogen die Saite. Ein magischer Moment.Aus dem Nervenbündel wird die Saitenprinzessin Baiba Skride.
Vom ersten Takt an überzeugt sie in Mozarts fünftem Violinkonzert mit ihrem organischen Spiel. Sie läßt ihr Instrument im Kammermusiksaal der Philharmonie verführerisch flüstern und temperamentvoll vorwärts stürmen. Tief taucht sie in die emotionalen Wechselbäder von Franz Schuberts Rondo ein. Hartmut Haenchen und sein Kammerorchester "Carl…
14. Oktober 2004
Konzerte des Kammerorchesters C.Ph.E.Bach in Berlin und Stuttgart
Erfolgreiche gemeinsame Arbeit seit fast 25 Jahren
Die Presse urteilte:
Berliner Zeitung, 11.10.2004
Ich sagt sich hier nicht so leicht
Das Kammerorchester "C. Ph. E. Bach" widmete sich Bach-Vater und Söhnen
Deutsche Komponisten, die zwischen 1750 und 1780 die öffentliche Diskussion um ihre Kunst in Gang bringen wollten, hatten vor allem ein Ziel: ihre "Ichheit in der Musik herauszutreiben", wie es der Theoretiker Christian Daniel Friedrich Schubart damals formulierte. (...)
Musiziert wurde das alles mit einer Brillanz der Artikulation, einer Zielstrebigkeit in der Phrasierung, dass es sich schwer vorstellen lässt, wie man diese Musik noch besser, farbiger, präziser aufführen könnte. (...) Zudem zahlt es sich aus, dass das Ensemble mit einem Dirigenten, seinem langjährigen Leiter Hartmut Haenchen, zusammenarbeitet. Andere…
29. September 2004
MISIA
gastiert zum Sonderkonzert der Dresdner Musikfestspiele am 29.9.2004 im neu eröffneten Internationalen CongressCenter Dresden mit einem einmaligen Gastspiel. Der Kartenverkauf hat begonnen.
Fado – das ist Musik, die mit dem Namen Portugal fest verbunden ist. Fado ist ein spezifischer Klagegesang, der im portugiesischen Volk seine Heimat hat, von ihm genährt und gepflegt wird. Er stellt jedoch nicht nur eine Art Volksmusik dar, sondern bedeutet weitaus mehr: Er ist Ausdruck eines Lebensgefühls, einer Haltung gegenüber der Welt, ist der charakteristische Klang der portugiesischen Seele.
Das Wort Fado kommt vom lateinischen »fatum«, dem Schicksal, und verweist somit bereits auf die Gedanken- und Empfindungssphäre, die diese Musik widerspiegelt. Selbstverständlich spielen dabei Leidenschaft, Liebe und Kummer in jeglichen Facetten eine wesentliche Rolle.
Während dem Fado von Anfang an aufgrund seiner niederen Herkunft und seiner ungebändigten Emotionalität etwas Verruchtes,…
29. September 2004
Lust am Fremden und Rechtsradikale?
Kommentar von Prof.H.Haenchen in den Dresdner Neuesten Nachrichten
»Lust am Fremden« beginnt beim Bekannten
»Lust am Fremden« ist das Thema der Dresdner Musikfestspiele 2005. Kein Zufall in einer Stadt, deren Reichtum nicht nur kulturell auf vielerlei fremden Einflüssen beruht. Slawisch geprägt, fußt Dresdens Ruf auf Spuren aus aller Welt, die hier Früchte trugen.
Kulturstadt ist das eine, ähnlich wichtig ist der Bildungs- und Wirtschaftsstandort. Welche Reputation Dresden genießt, verdeutlichen Ansiedlungen internationaler High-Tech-Industrie. Selbst die Lage im Dreiländereck sollte Chance für aufgeschlossenes Miteinander sein.
Nach den Landtagswahlen scheint alles anders. Kommentatoren berichten von Braunen im Parlament, schon werden Reisen in die Sächsische Schweiz storniert, sind wirtschaftliche Konsequenzen zu fürchten, weil es internationale…
26. September 2004
Eine Welt in Dresden
Eröffnungsrede von Prof.H.Haenchen zu den Interkulturellen Tagen in Dresden
Eine Welt in Dresden,
Wort zur Eröffnung der
Interkulturellen Tage vom 25.9. bis zum 3.Oktober 04 in Dresden von Prof.H.Haenchen
Meine Damen und Herren!
Die diesjährigen "Interkulturellen" Tage fallen mit dem Beginn einer neuen Legislaturperiode des Stadtparlaments zusammen. Auch mit der Wahl eines neuen Landesparlaments und nach diesem Ergebnis muß einem eine Überschrift der Interkulturellen Tage in den Sinn kommen: "Rassismus erkennen, Farbe bekennen". Der Rassismus der hier in das Parlament gewählt wurde, kann uns nur noch mehr auffordern, uns deutlich zu artikulieren. Wir sollten der Konfrontation nicht aus dem Weg gehen, sondern sie angehen und nicht wie die Politiker im Fernsehen am Wahlabend, die schweigend den Tisch der Diskussion verlassen, wenn ein NPD-Mitglied spricht,…
03. September 2004
Richard Wagner: Siegfried
Hartmut Haenchen leitete an der Niederländischen Oper die Premiere von Richard Wagners Oper "Siegfried" mit Regisseur Pierre Audi. Es ist Teil der "Ring"-Produktion, die 2005 insgesamt an der Niederländischen Oper aufgeführt wird.
Die Premiere wurde stürmisch mit standing ovations empfangen. Es wurde ein sensationeller Erfolg, der selbst den "Walküre"-Erfolg noch übertraf.
Die Medien reagieren:
www.audio-muziek.nl:
...demonstrierte das aufmerksame Spiel der Niederländischen Philharmonie vom ersten Takt an, daß Haenchen zu den seltenen Dirigenten gehört, die jedem Teil von Wagners "Ring" einen eigenen Klang geben können. Der Unterschied mit der Walküre vor einigen Monaten war in jedem Fall auffallend. Hörten wir da - noch mehr als früher- daß große Emotionen die Triebkraft der Musik waren, hier machte Haenchen - in Zusammenarbeit mit Regisseur Pierre Audi - die ersten beiden Akte zu einer Schilderung von menschlichen Unvollkommenheiten. Flüssige Tempi, durchsichtiges Orchesterspiel und beinahe spielerische Phrasierungen gaben den Szenen mit Mime den relativierenden Unterton eines französischen Lustspiels, machten aber auch den jungen Siegfried zu einer…
18. August 2004
Soeben erschien die 103. CD unter Leitung von Hartmut Haenchen bei SONY Classical, sie erreichte bereits den 6. Platz auf der Bestseller-Liste
Baiba Skride, neue Exklusiv-Künstlerin von SONY Classical nahm mit dem Kammerorchester C.Ph.E. Bach Werke von Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert auf. SONY veröffentlicht diese CD unter der Nummer 92939.
Die aus Riga stammende 23jährige Baiba Skride gewann den Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel 2001. Inzwischen gastierte sie mit vielen wichtigen Orchestern auf dieser Welt und erarbeitete ein breites Repertoire. Auf Grund einer wunderbaren Zusammenarbeit auf einer Deutschland-Tournee des Kammerorchesters C.Ph.E.Bach kam es zu dieser Aufnahme-Zusammenarbeit, der weitere Projekte folgen sollen. Baiba Skride wird auch Solistin zu den Dresdner Musikfestspielen 2005 mit der KIOI Sinfonietta Tokyo unter H. Wakasugi sein.
In den Medien erhielt Baiba Skride hohe Aufmerksamkeit. Das ZDF sendete einen Beitrag in "Aspekte". Fonoforum widmet der Künstlerin ein mehrseitiges Interview im August-Heft (S. 41 ff). Eine erste Rezension der CD im Wiesbadener Kurier vom 20.8. spricht von "dem locker,…
04. August 2004
Neue Auflage des Wagner-Buches "Von der Unvereinbarkeit von Macht und Liebe"
Aus Anlaß der Vorbereitung des "Ringes" von R. Wagner bringt die Niederländische Oper Amsterdam Hartmut Haenchens Buch auf Grund der großen Nachfrage in einer zweiten, leicht veränderten Auflage wieder heraus.
Innerhalb kürzester Zeit war das zweisprachige Buch (deutsch/niederländisch) "Von der Unvereinbarkeit von Macht und Liebe" mit Gedanken, Erfahrungen und Dokumenten zu Wagners "Ring" beim Erscheinen 1998 vergriffen.
In Vorbereitung der neuen Ringproduktion an der Niederländischen Oper wird das Buch mit Schriften, Dokumenten, Interviews und 4 CDs wieder herausgegeben und ist über die Niederländische Oper zu erhalten.
06. Juni 2004
Pläne für die Musikfestspiele 2005, Dank an MELITTA und die Porzellan-Manufaktur Meißen und Glashütte-Original
Bereits zur Abschlußpressekonferenz der Dresdner Musikfestspiele 2004 konnte Prof. H.Haenchen die Pläne für 2005 (13.-29.Mai) bekanntgeben und die Broschüre vorlegen
Stichworte für die Pressekonferenz:
Der Oberbürgermeister der Stadt Dresden Ingolf Roßberg, der die Schließungspläne für die Musikfestspiele, die vom Stadtrat inzwischen abgelehnt wurden, vorgeschlagen hat, beleidigte mit seiner Forderung in seiner Rede zur Eröffnung und zum Empfang nach der Eröffnung die Partner und Förderer der Musikfestspiele durch die Bemerkung:".. daß jetzt endlich auch die Privatwirtschaft gefordert sei, die Festspiele zu unterstützen." Ich möchte hier betonen, daß ohne die bereits- und zwar traditionell vorhandene - Unterstützung einiger wichtiger Partner und Sponsoren sowie privater Förderer, die Musikfestspiele in dieser Form schon lange nicht mehr bestünden. Allen voran möchte ich den langjährigen Partner der Dresdner Musikfestspiele MELITTA nennen und unsere…
06. Juni 2004
Beeindruckendes Abschlußkonzert der Dresdner Musikfestspiele
Unter der Leitung des Dirigenten-Intendanten Hartmut Haenchen spielten und sangen Chor - und Sinfonieorchester des MDR das Abschlußkonzert der Musikfestspiele 2004 in der Semperoper mit großem Erfolg.
Dresdner Neueste Nachrichten, 8. Juni 2004
Spätromantik, verklärt und brüchig
Die beiden Werke, die Hartmut Haenchen zum Abschluss der Musikfestspiele in der Semperoper dirigierte, haben manche Gemeinsamkeit: Sie wurden am Ende der Romantik von jugendlichen Komponisten geschrieben und verarbeiten Märchenstoffe in oratorischer Großform. Zudem kannten beide Komponisten einander und verehrten ein und dieselbe Frau....“Frühlingsbegräbnis“ von Alexander Zemlinsky entstand 1896 auf einen Text Paul Heyses....Haenchen ist dafür zu danken, dass das Werk 108 Jahre nach seiner Entstehung erstmalig in Dresden zu erleben war. Der pure Gegensatz ist „Das klagende Lied“ Gustav Mahlers. Wo Zemlinksy eine brillante Oberfläche ausbreitet, geht Mahler ... in die seelischen Tiefen der…
04. Juni 2004
Dresdner Musikfestspiele 2004 erfolgreich beendet
120.000 Besucher, so viel wie die Rekordzahl der Amtsvorgänger von Hartmut Haenchen, besuchten die diesjährigen Dresdner Musikfestspiele
DeutschlandRadio-Interview 28.6.2004
Kultur heute
von Georg-Friedrich Kühn im Gespräch mit Hartmut Haenchen
"Sagenhaftes" ist der Titel der diesjährigen Dresdner Musikfestspiele. Seit einem Jahr verantwortet die der Dirigent Hartmut Haenchen. Fast hundert Termine in knapp zweieinhalb Wochen verzeichnet sein Programm. Sein Festspielcredo: Dinge zu präsentieren, die in der Saison sonst nicht gehen.
Auf der anderen Seite will ich unverwechselbare Festivals, die nur in dieser Stadt gehen. So suche ich Verbindungen mit anderen Künsten, die mit der Stadt verwurzelt sind: Architektur, Literatur, Malerei. Und natürlich die Dresdner Traditionen, wo es sehr viel zu entdecken gibt.
Im vergangenen Jahr brachte er damit immerhin 150.000 Besucher auf die Beine. Heuer hätten es noch mehr…